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	<title>Chronik &#8211; EGM Weblog &#8211; Archive Edition</title>
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	<title>Chronik &#8211; EGM Weblog &#8211; Archive Edition</title>
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		<title>COVID, Lotto und die Psychologie der Risikowahrnehmung: warum wir lieber aufs Bauchgefühl hören als auf Fakten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Nov 2021 09:59:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Gesetz der großen Zahlen vs. Einzelfall: die Wahrscheinlichkeitsrechnung ist Schulstoff, die Schlüsse daraus widersprechen allerdings massiv unserem Bauchgefühl. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wahrscheinlichkeitsrechnung lernt man ja in der Schule. Die Konsequenzen und Schlüsse daraus widersprechen allerdings massiv  unserem &#8222;Bauchgefühl&#8220;, insbesondere das Gesetz der großen Zahlen. </p>



<span id="more-9440"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Risiko, Gefühl und Statistik – ein ungleiches Trio</h2>



<p>Wenn man etwa eine Münze wirft, so ist die Wahrscheinlichkeit jeweils 1:2, dass die Münze Kopf oder Zahl zeigt (= Anzahl der günstigen Ergebnisse durch Anzahl der möglichen Ergebnisse). Wenn man die Münze sehr oft wirft, so wird sich das Verhältnis von Kopf zu Zahl gut an 1:2 annähern, bei etwa der Hälfte der Würfe wird also Kopf, bei den anderen Hälfte Zahl das Ergebnis sein. Es ist jedoch nicht möglich, das Ergebnis eines einzelnen Wurfes vorherzusagen: selbst wenn bei den bisherigen Würfen viel häufiger Kopf kam, steigt die Wahrscheinlichkeit für Zahl daher nicht an. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Insbesondere besagen diese Gesetze der großen Zahlen nicht, dass ein Ereignis, welches bislang unterdurchschnittlich eintrat, seinen „Rückstand“ irgendwann ausgleichen und folglich in Zukunft häufiger eintreten muss. Dies ist ein bei Roulette- und Lottospielern häufig verbreiteter Irrtum, die „säumige“ Zahl müsse nun aber aufholen, um wieder der statistischen Gleichverteilung zu entsprechen. Es gibt daher kein Gesetz des Ausgleichs.</p>
<cite><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_der_gro%C3%9Fen_Zahlen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikipedia</a></cite></blockquote>



<p><strong>Das widerspricht unserem Gerechtigkeitssinn</strong> &#8211; die Münze merkt sich aber dennoch nicht, welches Ergebnis im Rückstand ist. Das lässt sich auf viele Bereiche des Lebens anwenden. Beim Würfeln in Gesellschaftsspielen lässt sich das gut beobachten. Wir wissen, dass die Wahrscheinlichkeit für den &#8222;Sechser&#8220; 1:6 ist &#8211; dennoch lässt sich nicht unmittelbar vorhersagen, was der nächste Wurf ergeben wird, was bei Spielen wie &#8222;Mensch ärgere dich nicht&#8220; durchaus für familiäre Verwerfungen sorgen kann. Wir wissen aus dieser Erfahrung ja, dass es durchaus möglich ist, dutzende Runden lang keinen Sechser zu würfeln &#8211; dennoch liegt die Wahrscheinlichkeit dafür vor jedem einzelnen Wurf wieder bei 1:6</p>



<p>In vielen Fällen wissen wir die Wahrscheinlichkeit von Ereignissen jedoch nicht, sondern müssen sie abschätzen. Dabei verwendet unser Gehirn sogenannte Heuristiken, das sind Methoden um mit unvollständigen Daten in kurzer Zeit dennoch zu praktikablen Entscheidungen zu kommen. Evolutionär waren diese Heuristiken zur Risikobeurteilung wichtig (<em>&#8222;soll ich jetzt vorm Säbelzahntiger davonlaufen oder nicht&#8220;</em>), aber sie führen halt vor allem zu raschen, aber nicht unbedingt richtigen Ergebnissen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Denkfehler im Alltag</h2>



<p>Das menschliche Gehirn kennt und verwendet einige dieser Denkfallen auch bei der Beurteilung von Wahrscheinlichkeiten:  </p>



<p><strong>Wiederholung wirkt – auch wenn wir’s nicht merken:</strong> Unser Gehirn liebt Vertrautes. Inhalte, die wir immer wieder wahrnehmen – bewusst oder unbewusst –, wirken irgendwann glaubwürdiger und richtiger. Das liegt am sogenannten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mere-Exposure-Effekt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mere-Exposure-Effekt</a>: Je öfter uns eine Information begegnet, desto eher stufen wir sie als vertrauenswürdig oder wahrscheinlich ein. Selbst dann, wenn wir sie gar nicht aktiv verarbeitet haben. Weil unser Denken stark von der Leichtigkeit beeinflusst wird, mit der wir Erinnerungen abrufen können, entsteht oft der Eindruck:<em> „Das stimmt sicher – hab ich doch schon öfter gehört!“</em> Das funktioniert in der Werbung gut und ist daher auch bei Schlagzeilen oder Gerüchten sehr effektiv, macht Unsinn aber nicht wahr.  </p>



<p>Eine sehr ähnliche Denkfalle ist dabei die sogenannte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Verf%C3%BCgbarkeitsheuristik" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Verfügbarkeitsheuristik&#8220;</a>, die schon in den 1970ern beschrieben und dokumentiert wurde. Danach beurteilen Menschen die Häufigkeit von Ereignissen danach, wie schnell ihnen Beispiele dafür einfallen, etwa weil sie besonders spektakulär sind. So wird die Wahrscheinlichkeit massiv überschätzt, durch Mord oder Flugzeugabsturz zu sterben, einfach weil die Berichterstattung über derartige Einzelfälle viel intensiver ist als bei den häufigsten Todesarten. </p>



<p><strong>Einzelfälle als scheinbarer Beweis: </strong>Menschen neigen weiters dazu, aus einzelnen Geschichten allgemeine Regeln abzuleiten – vor allem, wenn diese emotional oder anschaulich sind. Dieses Phänomen nennt man <a href="https://dergoldenealuhut.de/anekdotische-evidenz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">anekdotische Evidenz</a>. Statt auf gesicherte Daten zu vertrauen, lassen wir uns von persönlichen Berichten oder Anekdoten leiten – etwa: <em>„Ich kenn wen, der …“</em>. Wir tendieren dabei zusätzlich dazu, dass wir Menschen die wir mögen und denen wir vertrauen für bessere Quellen halten &#8211; und daher deren Anekdoten womöglich als Beispiel für den Regelfall halten, obwohl sie nicht überprüfbar oder gar repräsentativ sind. Das kann gefährlich werden, wenn daraus vermeintliche Wahrheiten abgeleitet werden, die allerdings einer echten Faktenprüfung nicht standhalten. </p>



<p>Weitere Heuristiken des Gehirns sind die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ankereffekt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ankerheuristik</a> und die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Repr%C3%A4sentativit%C3%A4tsheuristik" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Repräsentativitätsheuristik</a>, die uns treuherzig bei Entscheidungen oder Risikoabschätzungen helfen wollen, uns aber zu massiven Fehlurteilen führen können. Und als wäre das alles nicht ohnehin schon mühsam genug, nimmt unser Gehirn auch noch die geistige Abkürzung des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Best%C3%A4tigungsfehler" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bestätigungsfehlers</a> (confirmation bias): wir werden von Informationen angezogen, die unsere vorher gebildete Meinung bestätigen, andere Informationen werden verdrängt oder ausgeblendet. Daher fällt es auch schwer, sich einzugestehen, dass das eigene Urteil über vermeintliche Fakten vielleicht Bullshit sein könnte. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Was für die Gruppe gut ist, muss nicht für den Einzelfall gelten</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium is-resized"><a href="https://weblog.egm.at/wp-content/uploads/sites/5/praevalenzfehler.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="300" src="https://weblog.egm.at/wp-content/uploads/sites/5/praevalenzfehler-300x300.jpg" alt="" class="wp-image-9478" style="width:200px;height:200px" srcset="https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/praevalenzfehler-300x300.jpg 300w, https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/praevalenzfehler-1030x1030.jpg 1030w, https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/praevalenzfehler-80x80.jpg 80w, https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/praevalenzfehler-768x768.jpg 768w, https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/praevalenzfehler-1536x1536.jpg 1536w, https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/praevalenzfehler-36x36.jpg 36w, https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/praevalenzfehler-180x180.jpg 180w, https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/praevalenzfehler-1500x1500.jpg 1500w, https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/praevalenzfehler-705x705.jpg 705w, https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/praevalenzfehler.jpg 2000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Bild: <a href="https://www.mimikama.at" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mimikama.at</a></figcaption></figure></div>


<p>Jetzt in der Pandemie haben all diese Phänomene ihren gemeinsamen Auftritt. <strong>Denn es geht nun darum, was für uns als Gruppe gut ist:</strong> das ist die Verringerung der Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken oder gar zu sterben, einfach weil nur eine begrenzte Anzahl an Spitalskapazitäten vorhanden ist. Andererseits stellt natürlich <strong>jeder Mensch einen Einzelfall</strong> dar. Also vergleichen Menschen COVID-19 mit der Grippe, aber unterschätzen die Wahrscheinlichkeit, sich zu infizieren, dran zu erkranken oder zu sterben (mit der Begründung, dass ja ohnehin ein Gutteil der Infizierten keinerlei Symptome hätten) &#8211; spielen aber weiterhin wöchentlich Lotto und hoffen auf den großen Gewinn. Ein beliebter Denkfehler dabei ist der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4valenzfehler" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Prävalenzfehler&#8220;</a>, der besonders bei der <a href="https://www.mimikama.at/aktuelles/impfdurchbrueche/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Beurteilung der Zahl der Impfdurchbrüche</a> zu Fehleinschätzungen führt (siehe Bild rechts). </p>



<p>Es werden dabei Einzelfälle vor den Vorgang gezerrt und so getan, als ob diese repräsentativ wären: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Menschen, die trotz Impfung schwer erkranken (um die Wirksamkeit der Impfung in Zweifel zu ziehen). </li>



<li>Menschen die sich nicht impfen lassen, weil es für sie als Einzelfall nicht garantiert ist, dass sie nicht doch erkranken (<em>&#8222;mir egal, was für die Gruppe gut wäre, mir persönlich bringts ja nix&#8220;</em>). </li>



<li>Impfdurchbrüche werden perfide abgefeiert und/oder in ihrer Anzahl deutlich überschätzt (obwohl für den Großteil der Menschen die Impfung die Wahrscheinlichkeit massiv verringert, schwer zu erkranken oder gar auf der Intensivstation landen, siehe weiter unten). </li>



<li>Menschen die positiv getestet wurden, aber keine Symptome haben (<em>&#8222;seht her, das ist doch nicht gefährlich!&#8220;</em>). </li>



<li>Menschen, die sich angeblich nicht impfen lassen können (tatsächlich handelt es sich um 0.3-0.5% der Bevölkerung).</li>



<li>Einzelfall-Argumentationen wie <em>&#8222;ich kenne zwei Geimpfte, aber keine Ungeimpften <em>die infiziert wurden</em>&#8222;</em> <br>und viele mehr.</li>
</ul>



<p>Besonders laut und auffällig schreien dabei diejenigen, die ihren eigenen Einzelfall vor das Wohl der Gruppe stellen. Danke für nix, denn das verzerrt die Wahrnehmung eures Umfeldes weiter. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Statistik sagt nichts über Einzelfälle aus &#8211; und Einzelfälle nichts über die Statistik!</h2>



<p>Aber nichts davon ist geeignet, um auf die tatsächlichen Wahrscheinlichkeiten zu schließen (die man allerdings nicht aus Einzelfällen und Anekdoten abschätzen kann, sondern die nur mit repräsentativ großer Datenbasis aus gesicherter Quelle ermittelt werden können):</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die <strong>Wahrscheinlichkeit, einen Lottosechser zu haben</strong>, ist 1:8.145.060 &#8211; man müsste also bei einer Ziehung knapp über 8,1 Millionen unterschiedliche Tipps spielen, um sicher einen Sechser zu erzielen. Oder 8 Millionen Wochen lang je einen Tipp abgeben &#8211; in diesem Einzelfall kanns allerdings dennoch schon kommende Woche soweit sein, oder eben auch nie (denn die Lottokugeln haben keine Verpflichtung, jemals die getippte Kombination zu ergeben)! </li>



<li>Die <strong>Wahrscheinlichkeit, sich mit COVID-19 zu infizieren</strong><sup>1</sup>, war in Österreich in den vergangenen 7 Tagen 1:157, insgesamt seit Beginn der Pandemie etwa 1:11 &#8211; für den einzelnen Menschen lässt sich für MORGEN dennoch keine Vorhersage machen.</li>



<li>Die <strong>Wahrscheinlichkeit, am COVID-19 zu erkranken</strong><sup>2</sup>, ist mit vollständigem Impfschutz um 18x geringer. Die Wahrscheinlichkeit, mit COVID-19 im Krankenhaus zu landen, ist gar um 60x geringer als mit unvollständigem oder keinem Impfschutz! Für den Einzelfall lassen sich dennoch keine Prognosen abgeben. </li>



<li>Die <strong>Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu versterben</strong><sup>3</sup>, war in Österreich seit Beginn der Pandemie 1:774 &#8211; es war also um 10.523 mal wahrscheinlicher, als einen Lottosechser zu erzielen. Trotzdem wissen wir nicht, wer genau in Zukunft dran versterben wird.</li>
</ul>



<p>Das Gesetz der großen Zahlen im Gegensatz zum Einzelfall und wie sehr Menschen sich in der Beurteilung von Wahrscheinlichkeiten irren können: nie waren diese Phänomene so eindrücklich zu beobachten wie in den letzten beiden Jahren. Oder hättest DU gedacht, dass ein Lottosechser so viel weiter weg ist, als der Tod durch COVID-19? Jedenfalls wenn man in der Lage ist, die Sache statistisch und nicht emotional zu beurteilen. </p>



<p><strong>Impfen hilft der Gruppe</strong> (=uns allen) und senkt die Wahrscheinlichkeit, im Krankenhaus zu landen, einen schweren Verlauf zu haben oder dran zu sterben. <strong>Schwurbeln über Einzelfälle hilft uns nicht weiter. </strong>Denn Zaubermittel gibts halt nur bei den Gebrüdern Grimm.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weiterführende Links: </h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.mimikama.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mimikama</a> &#8211; das Portal gegen Fake-News. Wenn du dir nicht sicher bist, ob es sich bei einer Nachricht um eine ernstzunehmende Meldung oder um Bullshit handelt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch (sic!), hier den Faktencheck zu finden. </li>



<li><a href="https://dergoldenealuhut.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der goldene Aluhut</a> hat in der Kategorie <a href="https://dergoldenealuhut.de/category/factsproject/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;The Facts Project&#8220;</a> viele weitere Stilmittel und Denkfehler zusammengestellt, die derzeit die Diskussion zerstören. </li>
</ul>



<p class="has-fs-10-px-font-size"><strong>1:</strong> Datenbasis: Einwohnerzahl 8,917 Mio, 8.008 Neuinfektionen pro Tag als Schnitt der letzten 7 Tage vor 9.11.2021, das sind also 56.056 in der vergangenen Woche. Gesamt 804.003 Genesene am 8.11.2021. </p>



<p class="has-fs-10-px-font-size">2: Datenbasis: Baden Württemberg veröffentlicht im Covid-19-Tagesbericht jeden Tag genaue Werte zur Inzidenz nach Impfstatus. Am 10.11.2021 waren das folgende Daten: <br>Inzidenz (vollständiger Impfschutz): 43,7<br>Inzidenz (unvollständiger/kein Impfschutz): 829,2<br>Hospitalisierungsinzidenz (vollständiger Impfschutz): 9,0<br>Hospitalisierungsinzidenz (unvollständiger/kein Impfschutz): 543,0<br>In Österreich werden diese Daten (leider!) so nicht erhoben bzw. stehen öffentlich nicht zur Verfügung. </p>



<p class="has-fs-10-px-font-size"><strong>3:</strong> Datenbasis: Einwohnerzahl 8,917 Mio, gesamt 11.515 Todesfälle</p>
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		<title>#35C3 &#8211; Fotoset und empfehlenswerte Talks</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jan 2019 16:18:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik]]></category>
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					<description><![CDATA[Vom 27.12. bis 30.12.2018 war ich in Leipzig am 35. Chaos Communication Congress, kurz #35C3 &#8211; für viele Teilnehmer &#8222;endlich 4 Tage unter normalen Menschen&#8220;. Angeblich waren 17.000 Teilnehmer dort, was das Event für mich nervlich sehr anstrengend gemacht hat &#8211; das waren schon deutlich ZU viele Menschen für 4 Tage. Ich hatte wieder meinen ... <a title="#35C3 &#8211; Fotoset und empfehlenswerte Talks" class="read-more" href="https://www.weblog.co.at/35c3/" aria-label="Mehr Informationen über #35C3 &#8211; Fotoset und empfehlenswerte Talks">weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 27.12. bis 30.12.2018 war ich in Leipzig am 35. Chaos Communication Congress, kurz #35C3 &#8211; für viele Teilnehmer <em>&#8222;endlich 4 Tage unter normalen Menschen&#8220;</em>. Angeblich waren 17.000 Teilnehmer dort, was das Event für mich nervlich sehr anstrengend gemacht hat &#8211; das waren schon deutlich ZU viele Menschen für 4 Tage. Ich hatte wieder meinen <a href="https://www.egm.at/hornyphon-vintageradio/">Hornyphon Vintageradio</a> als Dekoration für das <a href="https://events.ccc.de/congress/2018/wiki/index.php/Projects:C3TrOC_-_Train_Operation_Center" rel="noopener" target="_blank">C3 Train Operation Center</a> dabei, der wieder ein beliebtes Fotomotiv war.  </p>
<p>Hier mein übliches Fotoset vom Kongress &#8211; Lizenzierung CC-BY-SA, die Bilder sind also kostenfrei mit Namensnennung und Weitergabe unter den gleichen Bedingungen einsetzbar:<span id="more-9068"></span></p>
<p><a data-flickr-embed="true"  href="https://www.flickr.com/photos/egm/albums/72157705432722884" title="#35C3"><img decoding="async" src="https://farm5.staticflickr.com/4838/45891673254_b37acfca31_z.jpg" width="640" height="480" alt="#35C3"></a><script async src="//embedr.flickr.com/assets/client-code.js" charset="utf-8"></script></p>
<p><a href="https://flic.kr/s/aHsmyGCTbU" rel="noopener" target="_blank">Zum Album auf Flickr</a></p>
<p>Die Talks des Congresses können kostenlos und mehrsprachig unter <a href="https://media.ccc.de/b/congress/2018">https://media.ccc.de/b/congress/2018</a> abgerufen werden. Ich bin selbst noch dabei, einen Großteil davon nachzuschauen, da man alle vor Ort ja gar nicht schafft, bei mindestens 4-5 parallel laufenden Vorträgen. Wer sich nur einige wenige ansehen möchte, um ein Gefühl zu kriegen, worum es dort so geht, dem seien diese Talks an Herz gelegt. Diese sind alle auch durchaus für Einsteiger geeignet: </p>
<ul>
<li><a href="https://media.ccc.de/v/35c3-10011-hackerethik_-_eine_einfuhrung" target="_blank">Hackerethik &#8211; Eine Einführung</a></li>
<li><a href="https://media.ccc.de/v/35c3-9685-security_nightmares_0x13" target="_blank">Security Nightmares 0x13</a></li>
<li><a href="https://media.ccc.de/v/35c3-9723-smart_home_-_smart_hack" target="_blank">Smart Home &#8211; Smart Hack</a></li>
<li><a href="https://media.ccc.de/v/35c3-9523-internet_of_dongs" target="_blank">Internet Of Dongs</a></li>
<li><a href="https://media.ccc.de/v/35c3-9680-osterreich_uberwachungsstaat_oder_doch_nur_digitalisierung_fur_anfanger" target="_blank">Österreich: Überwachungsstaat oder doch nur Digitalisierung für Anfänger?</a></li>
<li><a href="https://media.ccc.de/v/35c3chaoswest-25-track-me-if-you-oh-" target="_blank">Track me, if you … oh.</a></li>
<li><a href="https://media.ccc.de/v/35c3chaoswest-50-neusprech-crashkurs" target="_blank">Neusprech Crashkurs</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>#33C3 Chaos Communication Congress in Hamburg &#8211; viele, viele Fotos!</title>
		<link>https://www.weblog.co.at/33c3-chaos-communication-congress-in-hamburg-viele-viele-fotos/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jan 2017 18:05:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik]]></category>
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		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
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					<description><![CDATA[Der 33. Chaos Communication Congress, kurz #33C3, ist zu Ende. Hier meine Fotos vom Event, zwei Panoramen sind auch entstanden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 27.12. bis 30.12.2016 fand in Hamburg der 33. Chaos Communication Congress, kurz #33C3 statt &#8211; für viele Teilnehmer <em>&#8222;endlich 4 Tage unter normalen Menschen&#8220;</em> ;-)<br />
Hier meine Fotos vom Event:<span id="more-7575"></span></p>
<p><a data-flickr-embed="true" data-footer="true"  href="https://www.flickr.com/photos/egm/albums/72157677015561941" title="#33C3"><img decoding="async" src="https://c1.staticflickr.com/1/401/31932097492_5d27c636c1_z.jpg" width="640" height="360" alt="#33C3"></a><script async src="//embedr.flickr.com/assets/client-code.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Weiters gibts 2 Panoramafotos:</p>
<ul>
<li class="title"><a title="Permalink to CCH – Congress Center Hamburg vor dem #33C3" href="http://pano.egm.at/panorama/deutschland-cch-congress-center-hamburg-vor-dem-33c3/" target="_blank" rel="bookmark">CCH – Congress Center Hamburg vor dem #33C3</a></li>
<li class="title"><a title="Permalink to CCH – Congress Center Hamburg abends am Tag 1 #33C3" href="http://pano.egm.at/panorama/cch-congress-center-hamburg-abends-am-tag-1-33c3/" target="_blank" rel="bookmark">CCH – Congress Center Hamburg abends am Tag 1 #33C3</a></li>
</ul>
<p>Die Talks des Congresses können kostenlos und mehrsprachig unter <a href="https://media.ccc.de/b/congress/2016">https://media.ccc.de/b/congress/2016</a> abgerufen werden. Meine Highlights bisher:</p>
<ul>
<li><a href="https://media.ccc.de/v/33c3-8413-security_nightmares_0x11" target="_blank">Security Nightmares 0x11</a></li>
<li><a href="https://media.ccc.de/v/33c3-8113-edible_soft_robotics" target="_blank">Edible Soft Robotics</a></li>
<li><a href="https://media.ccc.de/v/33c3-8139-hochsicherheits-generalschlussel_marke_eigenbau" target="_blank">Hochsicherheits-Generalschlüssel Marke Eigenbau</a></li>
<li><a href="https://media.ccc.de/v/33c3-7960-fnord-jahresruckblick" target="_blank">Fnord-Jahresrückblick</a></li>
<li><a href="https://media.ccc.de/v/33c3-8037-die_sprache_der_populisten" target="_blank">Die Sprache der Populisten</a></li>
</ul>
<p>Der Veranstaltungsort des nächsten CCC steht noch nicht fest, da das Congress Center Hamburg bis 2019 saniert wird und nicht zur Verfügung steht. In dieser platzmäßig üppigen Umgebung wird der Congress also vorerst nicht stattfinden können.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Texte von früher: Der Notarzt der Benzinbrüder</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jan 2015 12:27:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(Auto)mobiles]]></category>
		<category><![CDATA[Chronik]]></category>
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					<description><![CDATA[Da mein Vater während meiner Kindheit ständig an irgendwelchen alten Autos (meist den eigenen) geschraubt hat, habe ich Kolben, Motoren, Fahrwerke, Benzin und Öl bereits von Kindesbeinen an geliebt. Folgerichtig habe ich mich für eine HTL-Ausbildung am TGM im Fachbereich Maschinenbau / KFZ-Technik entschlossen und hatte danach auch in diesem Bereich die ersten Jobs (unter anderem 4 Jahre beim ÖAMTC als ... <a title="Texte von früher: Der Notarzt der Benzinbrüder" class="read-more" href="https://www.weblog.co.at/texte-von-frueher-der-notarzt-der-benzinbrueder/" aria-label="Mehr Informationen über Texte von früher: Der Notarzt der Benzinbrüder">weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="https://weblog.egm.at/wp-content/uploads/sites/5/1995_VWgolf_ÖAMTC_Seyring.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-4988" src="https://weblog.egm.at/wp-content/uploads/sites/5/1995_VWgolf_ÖAMTC_Seyring-300x209.jpg" alt="1995 mit dem VW Golf vom ÖAMTC in Seyring" width="300" height="209" srcset="https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/1995_VWgolf_ÖAMTC_Seyring-300x209.jpg 300w, https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/1995_VWgolf_ÖAMTC_Seyring-768x536.jpg 768w, https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/1995_VWgolf_ÖAMTC_Seyring-705x492.jpg 705w, https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/1995_VWgolf_ÖAMTC_Seyring.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Da mein Vater während meiner Kindheit ständig an irgendwelchen alten Autos (meist den eigenen) geschraubt hat, habe ich Kolben, Motoren, Fahrwerke, Benzin und Öl bereits von Kindesbeinen an geliebt. Folgerichtig habe ich mich für eine HTL-Ausbildung am TGM im Fachbereich <a href="http://www.tgm.ac.at/index.php?id=185">Maschinenbau / KFZ-Technik</a> entschlossen und hatte danach auch in diesem Bereich die ersten Jobs (unter anderem 4 Jahre beim <a href="http://www.oeamtc.at/">ÖAMTC</a> als Prüfer &amp; Pannenfahrer). </em><em>Im Jahr 1997 war ich auf der Suche nach neuen Herausforderungen und hatte damals eine grandiose Idee: ich wollte als Motorjournalist zu arbeiten, denn leiwande Autos fahren &amp; drüber schreiben erschien mir eine gute Sache zu sein (und erscheint es mir heute noch, wenn ich drüber nachdenke). Also verfasste ich einen Text über den Job, den ich bis zum damaligen Zeitpunkt am liebsten gehabt hatte: übers Pannenfahren. Damit habe ich mich damals bei verschiedenen österreichischen Zeitschriften (u.a. bei <a href="http://www.allesauto.at/">Alles Auto</a> und der <a href="http://www.autorevue.at/">Autorevue</a>) beworben &#8211; und dabei ist es leider auch geblieben, denn eingestellt wurde ich bekanntlich nicht. </em></p>
<p><em>Ein Jahr danach habe ich mich als Grafiker &amp; Webdesigner selbständig gemacht und dabei ist es jobtechnisch bis heute geblieben. Mein Herz schlägt dennoch weiterhin für schnelles Blech &amp; starke Motoren. Beim Aussortieren alter Backup CDs(!) ist mir mein Text von 1997 wieder in die Hände gefallen:</em></p>
<p><strong>Menschen in Bewegung:</strong></p>
<h1>DER NOTARZT DER BENZINBRÜDER</h1>
<p>Der Morgen graut über Wien. Ein Mann in festem Schuhwerk marschiert die Garageneinfahrt nach unten, sperrt sein Auto, einen simplen Subaru Justy, auf, wirft seinen Aktenkoffer, prall gefüllt mit Informationsbroschüren und Formularen auf den Beifahrersitz, den einzig möglichen Platz dafür, und nimmt hinter dem Lenkrad Platz. Das Funkgerät und den Radio einschalten, die Garage verlassen. Das Werkzeug hinten im Auto scheppert fürchterlich, als der gelbe Subaru über die obere Kante der Garageneinfahrt ins beginnende Tageslicht hinausfährt. Als sich das Datenfunkgerät außerhalb der Garage, begleitet von einem unangenehmen Doppelton, ins Netz einklinkt, beginnt der tägliche Dienst auf Wiens Straßen.</p>
<p><span id="more-4983"></span></p>
<p>Wir sind ja technikverwöhnte Weicheier geworden. In den Anfangsjahren des Autos mußte jeder, der ein Auto über weitere Strecken chauffieren wollte, die gängigsten Defekte und deren Behebung kennen und können, um überhaupt eine Chance zu haben, auch dort anzukommen wo er hinwollte. Autofahren war zu jener Zeit nichts für Technikmuffel, begonnen beim Ankurbeln des Gefährts, weiter über die Bedienung (händische Zundverstellung !, händische Zusatzluftverstellung !, Zentralschmierpresse !, ruppige Lederkonunskupplungen nahezu ohne &#8222;Haltepunkt&#8220; !), über den Fahrkomfort und die Straßenlage (Blattfedern im besten Fall, Reifen, die wir heute für eine Puch Maxi gnadenlos als &#8222;zu schmal&#8220; klassifizieren würden) bis hin zu den Serviceintervallen (ja, es gab Zeiten, da waren 5000 km Ölwechselintervall bereits sensationell !). Die Werkzeugkiste auf dem Trittbrett(mit echtem Werkzeug gefüllt, nicht nur mit den merkwürdigen Plastilin-Radmutternschlüsseln, die heute vielen Autos beigepackt sind) war Standard, auch hatte man meist profunderes Wissen um das Innenleben seines Fahrzeuges und um seinen technischen Zustand.</p>
<p>Heute weiß der Durchschnittsbürger weit weniger von seinem Liebling. In der Fahrschule beschränkt man sich technisch ja schon länger auf den Ölmeßstab, den Waschwasserbehälter und ob das Auto ein Benzin- oder Dieselmodell ist, damit der Neuling auch daran denkt, an der Tankstelle den richtigen Saft links hinten ins Gerät zu pumpen. Theoretisch ist es auch nicht mehr wirklich nötig, mehr zu wissen. Serviceintervalle von 15000 km sind keine Seltenheit mehr, es sollte also bei korrekter Wartung auch dazwischen nicht mehr zu gröberen Defekten kommen. Daß dem nicht so ist, sehen wir daran, daß die Einsatzleitung der ÖAMTC &#8211; Pannenhilfe Wien in der Breitenleerstrasse selbst an schwachen Tagen mit 5 Telefonistinnen und einem Einsatzleiter besetzt ist, denen den ganzen Tag nicht wirklich fad wird.</p>
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<p>Das Funkgerät pfeift laut. Der erste Einsatz für heute. Feßtgasse, gegenüber Brauerei, Golf, Korneuburger Kennzeichen, springt nicht an, Rückruf: 5 Minuten. Franz bestätigt den Einsatz mit einem Tastendruck und teilt der Einsatzleitung mit einem weiteren Druck auf Gerät mit, man möge doch bitte den Kunden anrufen, die Feßtgasse ist ja nicht weit, in fünf Minuten wäre er also beim Auto.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Seit die Pannendienstfahrzeuge mit Datenfunk ausgestattet sind, ist es im Auto ruhiger geworden, die früher oft hektische Betriebsamkeit am Sprachfunk geht zwar etwas ab, auch weil man nun nicht mehr direkt mitkriegt, wo &#8222;die anderen&#8220; unterwegs sind. Dafür erspart man sich das oft sehr lange Warten am Funk, bis man &#8222;seinen&#8220; Einsatz angesagt bekommt (es sind ja auch noch etwa bis zu 25 Kollegen am selben Kanal auf Sendung !), auch muß man dadurch nicht mehr während der Fahrt die Einsatzdaten aufschreiben, da alles, was die Einsatzleitung darüber weiß, auf dem LED-Display des Datenfunkgerätes erscheint und die gängigsten Antworten (Einsatz annehmen/ablehnen, bitte Kunde anrufen, Einsatz positiv/negativ erledigt und viele mehr) per Tastendruck an die Einsatzleitung übermittelt werden können. Um aber die nunmehr relative Ruhe im Fahrzeug auszugleichen, wurde jedem Pannenfahrzeug von der Clubleitung zu Weihnachten vor 2 Jahren ein Radio spendiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Franz biegt in die Feßtgasse ein, da vorne sieht er bereits das defekte Fahrzeug, die Motorhaube ist offen, der Fahrer winkt bereits überdeutlich. Heute regnet oder schneit es nicht, sonst wäre die offene Motorhaube womöglich keine so richtig gute Idee gewesen. &#8222;Was sollst Du bei einem Auto, das vielleicht mit Starthilfe angesprungen wäre, und wenn Du hinkommst, ist der ganze Motorraum bereits tief verschneit und waschlnass &#8211; das springt an dem Tag sicher nicht mehr an.&#8220; Auch ist die Suche nach dem richtigen Auto oft etwas beschwerlich, wenn das Auto am Straßenrand unter Dutzenden anderen steht, man weiß kein Kennzeichen und der Kunde winkt nicht, sondern steht nur ziemlich teilnahmslos am Gehsteig (ja, das kommt auch vor!). Hier ist es also soweit optimal, wenn man noch einigermaßen vernünftig stehenbleiben könnte. Straßenbahngleise verlaufen direkt neben der Parkspur, zweite Spur fällt also, bei längerem Halt, sicher aus. Doch gottseidank parkt gerade vor dem Golf ein Auto aus. Einparken, Drehleuchte einschalten, Heckklappe entriegeln. Der Mann ist stinksauer auf sein Auto, er hat bereits eine Beule in einen Kotflügel getreten und klagt unserem Franz sein Leid. Das Gespräch mit dem Mitglied ist extrem wichtig, da man oft schon aus der Beschreibung des Defekts, selbst von einem &#8222;Laien&#8220;, auf die Ursache schließen kann. &#8222;Gestern am Abend beim Heimfahren ist das Radio ausgefallen und die Scheibenwischer gingen nur ganz langsam. Heute in der Früh ist er nicht mehr angesprungen&#8220; &#8211; das klingt nach einer defekten Lichtmaschine. Und tatsächlich &#8211; Startkabel angesteckt, das Auto springt ohne Problem an. Sowie man jedoch die Startkabel abnimmt, stirbt der Golf kurz darauf ab. Beim Nachmessen der Ladung mit einer Strommeßzange ist es Gewißheit &#8211; die Lichtmaschine ist defekt. Franz stellt den Golf ab, kramt kurz in seiner Materialkiste, zaubert einen Lichtmaschinenregler hervor und baut ihn ein. Das war´s &#8211; das Auto funktioniert wieder. Franz kassiert die Kosten für den Regler, steigt wieder in seinen Subaru und meldet mit einem weiteren Druck aufs Funkgerät &#8222;Einsatz erledigt&#8220;.</p>
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<p>Die Ausrüstung eines Pannenfahrzeuges besteht aus einer tragbaren Werkzeugkiste mit gängigem Handwerkzeug wie Gabel- und Ringschlüsseln, diversen Zangen, Schraubenziehern, Hammer, Spezialschlüsseln und vielem mehr. Ein Rangierwagenheber, zwei Radkreuze, eine Arbeitslampe, Kontakt- und Starthilfespray, ein Digitalmeßgerät, eine Strommeßzange (die oft gerne in Motorräumen, am Lichtmaschinenkabel hängend, vergessen wird), eine Garnitur Startkabel (die an eine eigene 12V-Steckdose entweder hinten oder auch vorne am Auto angesteckt werden, nicht direkt auf die Batterie des Pannenfahrzeuges), sowie diverses &#8222;Aufsperrwerkzeug&#8220; komplettieren die Grundausrüstung des Pannenwagens, die nach dem Gutdünken des Pannenfahrers weiter aufgestockt wird. Vieles an Improvisationsmaterial kann im Notfall sehr nützlich sein, wie Kabeln, Stecker, Sicherungen, Universalrelais, die erwähnten Lichtmaschinenregler, Zündkerzen, Zündkabel, Unterbrecherkontakte, Zündspulen, Kabelbinder, Benzinschläuche, Schlauchbinder und vieles mehr.</p>
<p>Das Auto selbst wird in der Hauswerkstätte am Stützpunkt Schwechat zum Pannenwagen umgerüstet. Beim Subaru verbleiben zum Beispiel nur die beiden vorderen Sitze im Fahrzeug, anstatt der Rückbank wird ein Holzboden und darauf ein großes Holzkastl eingebaut. Darin befindet sich nicht nur ein Ladenschrank für Kleinmaterial, sondern auch eine gewaltige zweite Batterie, die einem LKW Ehre machen würde. Das ist notwendig, damit auch für größere Fahrzeuge, ja sogar für LKW (dort allerdings dann mit 24 Volt), genügend Starthilfestrom entnommen werden kann. Daneben befindet sich eine Halterung für drei Spritkanister, damit auch der einfachste Pannenfall kein Problem darstellt. Vorne und hinten ans Fahrzeug kommt je eine Stromsteckdose für die Startkabel, dafür werden daumendicke Kabel durchs ganze Auto gezogen. Hinten im Kofferraum ist ein Umschalter, mit dem man entweder 12 oder 24 Volt an diese Steckdosen leiten kann.</p>
<p>Nahezu jedes Automodell ist schon einmal im Pannendienst eingesetzt gewesen, wenn auch teilweise nur kurz. Es wird sogar von einem Mini und einem R4 gemunkelt, die bereits Pannenfahrzeuge waren. Begonnen hatte man in den 50er-Jahren mit Beiwagenmotorrädern und dem Puch 500. Heute sind hauptsächlich VW Golf (II und III Variant), Peugeot 205 und 306, Subaru Justy 4WD, Fiat, Toyota Corolla 4WD Kombi und Toyota Corolla Hatchback im Einsatz, wobei jedes Auto seine Vor- und Nachteile im Einsatz mitbringt. Jeder Pannenfahrer hat &#8222;sein eigenes&#8220; Auto, mit dem normalerweise kein Kollege fährt, das  hat den Vorteil, daß jeder sich sein Auto optimal einrichten kann, ohne ständig sein Material ein- und ausräumen zu müssen. Auch ist jeder einzelne dadurch direkt für das Auto und das enthaltene Werkzeug verantwortlich, wodurch auch jeder &#8222;sein&#8220; Auto entsprechend pflegt.</p>
<p>Der Dienst auf der Straße ist oft mühselig und hart, viele der Pannenfahrer haben nach Jahrzehnten des Dienstes mit starken körperlichen Abnützungserscheinungen zu kämpfen. Die Arbeit im Freien bei jeder Witterung (je schlechter das Wetter, desto mehr Arbeit !), der ständige Kontakt mit Abgasen, Benzin und Öl und das ständige Im-Auto-Sitzen sind der Gesundheit auf lange Sicht nicht wirklich zuträglich. Die Dienstzeiten sind nicht sehr familienfreundlich, wer beginnt, startet im Nachtdienst, erst nach längerer Zugehörigkeit steigt man auf Teiltagdienst (z.B. 10 bis 21 Uhr) um, nach etlichen Jahren kann man hoffen, im reinen Tageinsatz zu fahren, wobei auch dann Wochenenden nur laut dem Dienstplan stattfinden und mit Samstag und Sonntag oft nicht zusammenfallen. Wer hier länger bleibt, ist wahrlich ein Idealist.</p>
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<p>Der zweite Einsatz des Tages: eine junge Frau hat ihren Schlüssel im Auto eingesperrt. Meist liegen Schlüssel hinten am Rücksitz, wenn man versucht hat, sich das Zusperren mit dem Schlüssel von außen zu sparen, weil man etwa seine Einkäufe vom Rücksitz nimmt, dann ja keine Hand mehr freihätte, somit also durch die hintere Tür vorgreift, die Fahrertür mit dem Verriegelungsknopf zusperrt, den Einkaufskorb vom Rücksitz nimmt, bei dieser Übung den Schlüssel noch in der Hand hält und fallenläßt, hinten zusperrt, die hintere Tür mit dem Fuß zuhaut, weil man ja die Hände vollhat und dann vor der Wohnungstüre in eifriges Grübeln verfällt, wo denn der sch.. Schlüssel&#8230; So war es auch hier. Eine gründliche Ausweiskontrolle, ob denn das Auto auch der Dame gehört, einige Momente später ist der Schlüssel befreit. Die Erfahrung hilft hier weiter, denn vor kaum einer versperrten Autotür muß ein Pannenfahrer kapitulieren. Obwohl, es wird schwieriger, manche Autos sind bereits recht gut gesichert, &#8222;die kannst fast nur mehr aufflexen oder a Seitenfenster einschlagen&#8220;, oft ist es aber dann auch nur mehr mit Gewalt möglich, seinen Schlüssel im Auto zu vergessen.</p>
<p>Nächster Einsatzort ist die Südosttangente, ein Audi ist stehengeblieben und springt nicht mehr an. Franz fährt in Altmannsdorf auf die A23 auf, der Verkehr ist zäh, aber ein Stück weiter ist der Audi bereits in Sicht, er steht in der linken Spur. Franz manövriert den Justy vor das defekte Auto, dreht die gelbe Drehleuchte auf und springt, bereits mit einem Abschleppseil bewaffnet, aus seinem Wagen. Innerhalb weniger Sekunden ist der Wagen ins Schlepptau genommen. Beim Verteilerkreis verlassen sie die Autobahn, Franz sucht auf der Favoritenstrasse einen Platz am Strassenrand, um den Fehler bequem suchen zu können, denn Fehlersuche und Fehlerbehebung auf der Stadtautobahn gehört sicher zu den gruseligsten Dingen, die man erleben kann. Lkws fahren nur zentimeterweit entfernt mit vollem Tempo vorbei. Manch einer sieht das Verkehrshindernis erst viel zu spät und schafft es gerade noch, auszuweichen. Daher ist es das Beste, das betreffende Fahrzeug erst einmal von der Autobahn runterzubringen, alles andere ist lebensgefährlich, wenn auch manchmal nicht zu vermeiden (z.B. wenn ein LKW liegenbleibt&#8230;). Kein Job für zartbesaitete Naturen !</p>
<p>Beim Audi ist nach kurzem Blick in den Schaltplan und nach einigen Messungen mit dem Multimeter klar, daß das Relais der Benzinpumpe keinen Strom bekommt. Mit einem Stück Kabel überbrückt Franz das Relais provisorisch und empfiehlt, sofort eine Werkstätte aufzusuchen. OK, wenigstens mit dem eigenen Auto.</p>
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<p>Die Erfolgsbilanz der &#8222;gelben Engel&#8220; läßt sich durchaus sehen. 92% der liegengebliebenen Fahrzeuge können aus eigener Kraft weiterfahren, meist auf Dauer, manchmal nur bis zur nächsten Werkstatt. Dafür ist zu einem wesentlichen Teil die gute interne Schulung verantwortlich, die den Pannenhelfern zuteil wird. Mehrmals pro Jahr werden Neuerungen bei einzelnen Automarken in eintägigen Kursen besprochen, wobei der Importeur bereits vorweg der Schulungsabteilung des Clubs ein oder mehrere Autos zu Prüf- und Testzwecken leihweise überläßt und auch mit Schaltplänen und schlauen Tips zum betreffenden Modell nicht hinterm Berg hält, da es auch fürs Image der Marke wichtig ist, daß Hilfe durch einen Pannendienst möglich ist. Durch den zunehmenden Einsatz von elektronischen Bauteilen wurde die Fehlersuche zwar weitaus komplexer, ist aber durch einheitlich gestaltete Schaltpläne und Datenblätter für nahezu jedes Auto, die in Zusammenarbeit mit anderen Automobilclubs erstellt werden, auch heute noch relativ einfach machbar.</p>
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<p>Franz macht sich auf den Weg auf die Laxenburger Straße. Dort steht beim Möbelhaus ein Opel, der nach einem grausamen Krach stehengeblieben und nicht mehr angesprungen war. Nachdem Franz das eigentümliche Startgeräusch gehört hat, öffnet er den Öleinfülldeckel und muß feststellen, daß sich die Ventilkipphebel nicht mehr bewegen. Zahnriemenriß &#8211; hier hilft nur noch die Werkstatt. Franz schleppt das Auto dorthin ab.</p>
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<p>Eine Panne, ist, laut interner Definition, ein Schaden am Fahrzeug, der mit einfachen Hilfsmitteln in etwa 15 Minuten behoben werden kann. Jeder Pannenfahrer muß selbst entscheiden, welche Defekte er voraussichtlich innerhalb dieser Zeit finden und beheben kann und in welchen Fällen er das defekte Fahrzeug in eine Werkstätte schleppt oder schleppen läßt. Auch hängt das klarerweise vom mitgeführten Material ab, manch einer hat jede gängige Zündkerze mit, dafür zum Beispiel keinen einzigen Keilriemen oder auch umgekehrt. Es werden zwar manche Dinge empfohlen, die man mithaben sollte (z.B. Autobatterien aus dem Stützpunktshop in 3 Größen), vorgeschrieben wird nur das Bordwerkzeug. Bewährt hat sich ein Kleinmaterialkoffer, in den man alle Dinge packt, die einem beim Rundgang in einem guten Autozubehörshop für den Job schlau erscheinen. Nur kann man ohne weiteres auf diese Art mehrere tausend Schilling in Material investieren und hat dann unter Umständen im Einzelfall trotzdem nicht alles, was benötigt wird, daher kann man schon etwas Selbstbeschränkung üben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Franz hat an diesem Tag etwas weniger zu tun, es ist heute nicht viel los und das Wetter ist gut. Einige Starthilfen, nachdem die ganze Nacht über das Licht gebrannt hatte, zweimal Aufsperren,  eine defekte Benzinpumpe, ein undichter Benzinschlauch (bei dessen Tausch ihm etwa 3 Liter Benzin in den Ärmel geronnen waren), und eine Reifenpanne am 2CV einer Studentin, die ihm danach vor Freude fast um den Hals gefallen wäre, das wars für heute. Er fährt in die Garage ein, wieder scheppert das Werkzeug im Auto ganz erbärmlich, er schaltet den Funk aus und verschwindet im Umkleideraum. Jetzt nur heim zu seiner Familie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zu Winterbeginn, wenn die erste Kälte die Nächte so richtig ungemütlich gemacht hat, ist Hochsaison für denn Pannendienst. Die Einsatzleitung ist prall gefüllt mit etwa 25 Telefonisten und Telefonistinnen, die extra dafür aus anderen Abteilungen abgezogen werden bzw. eigentlich frei hätten. Zwei Einsatzleiter teilen sich die Arbeit auf den riesigen Computerbildschirmen und versorgen die Pannenfahrer mit (nicht wenig) Arbeit. Eisstoß wird diese Zeit genannt. Jeder, der irgendwie, irgendwann Pannenfahren beim Club gelernt hat, Schulungsleiter, Turnusführer, Stützpunkttechniker, sitzt im Auto und hilft mit, die Unmenge an Einsätzen (meist Starthilfen), die nach derartigen Frostnächten auf den Pannendienst warten, zu bewältigen. Hier zeigt sich, wer der Härte des Jobs gewachsen ist, denn an solchen Tagen fährt kaum jemand unter 30 Einsätzen am Tag nach Hause. Es wird bis zur Erschöpfung gearbeitet, diese Tage sind die wildesten im ganzen Jahr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Franz ist jetzt 15 Jahre Pannenfahrer. Er hat in dieser Zeit bei knapp 50 000 Pannen geholfen und etwa 300 000 km im Dienste seiner Mitmenschen zurückgelegt.</p>
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		<title>Robbie Williams in der Krieau: Manöverkritik</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jul 2013 11:33:03 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[krieau]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit November 2012 hatte ich die Karten im Büro an der Pinnwand hängen und hab mich ziemlich drauf gefreut. Ich habe deshalb sogar die Teilnahme an einem zeitgleich stattfindenden Segeltörn abgesagt, zu dem ich eingeladen worden wäre. Gestern abend war es endlich soweit: Robbie Williams bespielte in der Krieau eine gigantische Bühne, angeblich waren etwa ... <a title="Robbie Williams in der Krieau: Manöverkritik" class="read-more" href="https://www.weblog.co.at/robbie-williams-in-der-krieau-manoverkritik/" aria-label="Mehr Informationen über Robbie Williams in der Krieau: Manöverkritik">weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://weblog.egm.at/wp-content/uploads/sites/5/20130717_175009.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-4737 alignright" alt="Robbie WIlliams Konzert Krieau" src="https://weblog.egm.at/wp-content/uploads/sites/5/20130717_175009-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/20130717_175009-300x225.jpg 300w, https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/20130717_175009-768x576.jpg 768w, https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/20130717_175009-705x529.jpg 705w, https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/20130717_175009.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Seit November 2012 hatte ich die Karten im Büro an der Pinnwand hängen und hab mich ziemlich drauf gefreut. Ich habe deshalb sogar die Teilnahme an einem zeitgleich stattfindenden Segeltörn abgesagt, zu dem ich eingeladen worden wäre. Gestern abend war es endlich soweit: Robbie Williams bespielte in der Krieau eine gigantische Bühne, angeblich waren etwa 65.000 Fans vor Ort. Über das Konzert selbst schrieb z.b. <a href="http://kurier.at/kultur/musik/robbie-williams-der-ewige-klassenclown/19.607.384">Georg Leyrer beim Kurier ohnehin genug</a> &#8211; ich will hier einige Beobachtungen teilen, die ich im Laufe des Abends gemacht habe:<span id="more-4733"></span></p>
<h3>Location:</h3>
<p>Das Konzert fand am riesigen Trabrennplatz in der Krieau statt, der zwar genug Platz bietet, aber auch gravierende Nachteile hat. Das Ärzte-Konzert nur zwei Wochen davor <a href="http://wien.orf.at/news/stories/2590273/">wurde etwa ersatzlos abgesagt</a>, weil durch anhaltende Regenfälle der Aufbau der Bühne nicht möglich gewesen war. Gottseidank war diesmal das Wetter in den Tagen vorm Konzert stabil. <a href="http://pano.egm.at/p/?file=rwkonzert2013-01">Auf meinem Panoramafoto</a> beim Einmarsch der Menschenmassen sieht man die Einteilung des Platzes sehr gut:  es wurden in U-Form drei Tribünen aufgebaut, sodass in der Mitte noch massig Platz für den Stehplatzbereich war. Wir hatten Plätze ungefähr auf halber Höhe der Tribüne 3, genau gegenüber der Monsterbühne. Etliche Sitzplätze dort waren allerdings praktisch wertlos. Links unten in der 4. Reihe etwa hatte meine Nichte einen Platz ergattert, von dem aus das Technikzelt genau die Sicht auf die Bühne versperrte (in meinem Pano links von der Bühne gut zu erkennen). Auch auf Plätzen in den ersten beiden Reihen der Tribüne konnte man die Bühne nicht wirklich sehen &#8211; denn man blickte genau in Augenhöhe auf die Sonnenschirme über den Getränkeständen (diese sieht man auch gut, die grauen Schirme direkt unterhalb der Tribüne mit dem Zipfer-Logo). Es haben sich auch prompt etliche Leute bei den vor Ort anwesenden Mitarbeitern von oeticket beschwert und bekamen dann die Erlaubnis, in den Stehplatzbereich zu wechseln. Wer sich nicht beschwerte, hat leider Pech gehabt. Hier wurde beim Aufbau und der Planung der Tribüne nicht genug mitgedacht.</p>
<h3>Sound:</h3>
<p>Obwohl Mr. Williams mit gigantischer Bühnentechnik aufgefahren war, muss man leider sagen, dass der Sound auf der Tribüne enttäuschend suboptimal war. Es war LAUT, aber ziemlich weit weg von tollem Klangerlebnis, eher mehr ein Klangbrei mit 130 dB. Besonders deutlich merkte man das z.b. bei <em>&#8222;Me and my monkey&#8220;</em>, wo Stimme und Instrumente zu einem einzigen Sound-Gatsch verschmolzen. Es hätte nicht geschadet, wenn man beim Soundcheck auch auf die Tribünen einige Techniker entsendet hätte, denn dann hätte das auffallen müssen. Die Stimmung war dennoch gut, was für die Entertainment-Qualitäten des Stars spricht, wenn man das TROTZ elendem Sound schafft.</p>
<h3>Handy &amp; Co:</h3>
<p>Wenn 65.000 Menschen gleichzeitig per Handy versuchen, ihren Facebook-Status abzufragen, updzudaten und Bilder hochzuladen sind die angrenzenden Mobilfunksender heillos überfordert. Ich habs nach kurzer Zeit aufgegeben, auch weil mein Telefon beim verzweifelten Versuch, Daten zu senden innerhalb einer Stunde fast 40% Akkuladung gefressen hat. Somit hat mein Telefon den Rest des Konzerts im Offlinemodus verbracht, damit für Filmen &amp; Fotografieren genug Saft übrig bleibt.</p>
<p><a href="https://weblog.egm.at/wp-content/uploads/sites/5/20130717_212132.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-4739" alt="Robbie WIlliams: Handymeer" src="https://weblog.egm.at/wp-content/uploads/sites/5/20130717_212132-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/20130717_212132-300x225.jpg 300w, https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/20130717_212132-768x576.jpg 768w, https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/20130717_212132-705x529.jpg 705w, https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/20130717_212132.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Die Optik auf Konzerten hat sich geändert: jeder Lichtpunkt auf diesem Bild ist ein Handybildschirm. Früher waren es Feuerzeuge, mit denen man bei besonders genialen Titeln mitgeleuchtet hat &#8211; heute kriegt der Star das Lichtermeer gar nicht mehr mit, weil die leuchtenden Handybildschirme ja naturgemäß von der Bühne WEGzeigen.</p>
<p>Es ist illusorisch, bei solchen Menschenmengen das Fotografieren oder Filmen mit dem Handy zu untersagen oder dieses Verbot tatsächlich zu überwachen &#8211; dann hätte man 75% der Besucher wieder rausschmeißen müssen. Spannenderweise verkauft Mr. Williams weiterhin seine Musik und auch zigtausende Konzertkarten, OBWOHL per Handy mitgefilmt wird. Das kann also nicht dran schuld sein, dass die Musikindustrie jammert.</p>
<h3>Getränke:</h3>
<p>Auf Konzerten ist man ja ohnehin gewohnt, abgezockt zu werden. Allerdings hat mich schon überrascht, dass beim Preis von â‚¬ 5.- für einen halben Liter Getränk (egal ob Bier, Radler, Gespritzer, Almdudler, Pepsi) der Bechereinsatz von â‚¬ 1.- noch extra verrechnet wurde. Instinktiv hab ich im ersten Bier nach Spuren von Goldstaub gesucht, wurde aber leider nicht fündig. Soda(!)wasser (nicht mal Mineral!) gab es nur im 0,30-Liter-Becher um â‚¬ 2,70 &#8211; offenbar damit man nicht merkt, dass ein halber Liter somit heftige â‚¬ 4,50 kostet. Für Schilling-Nostalgiker: das sind ATS 68.- (Soda: ATS 61.-) für einen halben Liter Flüssigkeit! Eine teurere Flüssigkeit ist fast nur mehr Tinte für den Tintenstrahldrucker.</p>
<p><a href="https://weblog.egm.at/wp-content/uploads/sites/5/20130717_181905.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-4738" alt="Robbie Williams: Getränkepreise" src="https://weblog.egm.at/wp-content/uploads/sites/5/20130717_181905-225x300.jpg" width="225" height="300" srcset="https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/20130717_181905-225x300.jpg 225w, https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/20130717_181905-529x705.jpg 529w, https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/20130717_181905.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a>Man hat innerhalb eines Veranstaltungsgeländes keine andere Chance, an Getränke zu kommen, als sie vor Ort zu kaufen. Dennoch meine ich: <strong>auch wenn man daher Unsummen für ein Getränk verlangen <em>KANN</em> &#8211; man <em>MUSS</em> es nicht</strong>. Auch wenn sich das nicht in alle Herzen herumgesprochen haben dürfte: derartige Preisgestaltung ist schlicht unmoralisch. Würde der Lokalpolitik tatsächlich etwas an den Menschen liegen, so wäre jeder Betreiber eines Getränkestandes auf einer derartigen Veranstaltung dazu verpflichtet, Trinkwasser um nicht mehr als â‚¬ 2.- pro Liter abzugeben. Damit ließen sich echt Sympathien gewinnen und real existierende Probleme lösen &#8211; nicht mit grün angemalten Radwegen oder ähnlichem Blödsinn. Bei den Temperaturen gestern hat es mich sehr gewundert, dass nicht wesentlich mehr Besucher aus Wassermangel einfach umgekippt sind.</p>
<p>Beim Einlass wurden übrigens die Taschen und Rucksäcke nicht allzu gründlich durchsucht, somit hatten manche geschafft, von zuhause etwas zu Trinken mitzunehmen. Das hätten wir wohl auch tun sollen, denn teurer hab ich selten Zipfer-Bier &#8222;genossen&#8220;. Eine Frage in die Runde: darf man eigentlich auf ein Konzert einen Rucksack mit Wasserbeutel mitnehmen, eines dieser Dinger die man z.b. zum Radfahren verwendet? Ich wüsste nix, was dagegen sprechen würde.</p>
<h3>Getränke loswerden:</h3>
<p>Auf Konzerten ist man auch die (meist ziemlich grauslichen) Kunststoff-Klokabinen gewohnt. Auch dieses Konzert war keine Ausnahme &#8211; man hat für 60.000 Menschen einfach dutzende dieser unwürdigen Scheißhauskisten aufgestellt, anstelle z.b. von vernünftigen Veranstaltungstoiletten in Wagenform. Gefühlsmäßig waren es auch viel zu wenige &#8211; ich kann aber nur vom Bereich hinter der Tribüne 3 sprechen. Ein Gutteil der Klokisten war nicht einmal von innen versperrbar, sodass meist zwei Leute beim Klogang nötig waren: einer der sich im Kisterl befindet, einer der draußen die Türe bewacht. Ist es wirklich zuviel verlangt, dass wenigstens solch einfache Dinge funktionieren? Wenigstens musste man für die Entsorgung der sauteuren Getränke nicht noch extra bezahlen.</p>
<h3>Location, die zweite:</h3>
<p><a href="https://weblog.egm.at/wp-content/uploads/sites/5/20130717_231126.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-4741" alt="Robbie WIlliams: Abmarsch der Besucher" src="https://weblog.egm.at/wp-content/uploads/sites/5/20130717_231126-225x300.jpg" width="225" height="300" srcset="https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/20130717_231126-225x300.jpg 225w, https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/20130717_231126-529x705.jpg 529w, https://weblog.co.at/wp-content/uploads/sites/5/20130717_231126.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a>Damit man sich das besser vorstellen kann, hab ich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=qPQEh6Rjp2Y" target="_blank">beim Einmarsch der Besucher ein kurzes Video gemacht</a>. Nach dem Ende des Konzerts setzten sich diese Menschenmassen wieder in Bewegung, um das Gelände zu verlassen. Hier zeigte sich ein weiterer Schwachpunkt der Krieau &#8211; die Ausgänge sind für diese Menge an Menschen meiner Meinung nach viel zu schmal und lang. In Richtung Stadion stauten wir uns durch einen etwa 5 Meter breiten Korridor, der nur Richtung Festgelände und zum Stadion hin offen war. Als Begrenzungen waren links und rechts Bauzäune aufgestellt, die im Notfall auf etwa 200 Metern keinerlei Fluchtmöglichkeiten geboten hätten, da sie nicht nur in den üblichen Bodenständern verankert waren, sondern auf etwa Augenhöhe jeweils mit dem nächsten Element verschraubt waren. Der Korridor führte bis über die Meiereistrasse, die ebenfalls mit den Bauzäunen quer abgesperrt war. Das Abmarschkonzept mag auf einem Plan des Geländes gut aussehen &#8211; aber man will sich keine Schlägerei mitten im Korridor vorstellen (denn auch Einsatzkräfte müssten sich erst mühsam durch die Menschenmenge kämpfen!), man will aber noch viel weniger an eine Flucht von 20.000 Menschen in Panik durch diesen Korridor denken (etwa ein Drittel der Besucher müssten durch diesen Ausgang raus). Denn dann gibt es definitiv Tote. Dazu  braucht man keine Studie, es reicht etwas gesunder Menschenverstand und ein bißl Vorstellungsvermögen &#8211; das fehlt dem Planer dieses Wahnsinns eindeutig.</p>
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		<title>Warum man AdBlock Plus deinstallieren sollte: die beliebte Browsererweiterung hat einen Haken!</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Jun 2013 10:35:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
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		<category><![CDATA[TechTalk]]></category>
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		<category><![CDATA[werbeblocker]]></category>
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					<description><![CDATA[Die beliebte Browsererweiterung AdBlock Plus sorgt dafür, dass lästige Werbung im Browser ausgeblendet wird. Das Tool wurde bereits über 200 Millionen mal heruntergeladen und von mehr als 25 Millionen Benutzern täglich benutzt. Es sieht aber ganz danach aus, als würde man dort den eigenen Slogan &#8222;Jetzt Adblock Plus installieren, um die Kontrolle über das Internet wiederzuerlangen und ... <a title="Warum man AdBlock Plus deinstallieren sollte: die beliebte Browsererweiterung hat einen Haken!" class="read-more" href="https://www.weblog.co.at/adblock-plus-die-beliebte-browsererweiterung-hat-einen-haken/" aria-label="Mehr Informationen über Warum man AdBlock Plus deinstallieren sollte: die beliebte Browsererweiterung hat einen Haken!">weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die beliebte Browsererweiterung <a href="https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/adblock-plus/">AdBlock Plus</a> sorgt dafür, dass lästige Werbung im Browser ausgeblendet wird. Das Tool wurde bereits <a href="https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/adblock-plus/statistics/?last=30">über 200 Millionen mal heruntergeladen und von mehr als 25 Millionen Benutzern täglich benutzt</a>. Es sieht aber ganz danach aus, als würde man dort den eigenen Slogan <em>&#8222;Jetzt Adblock Plus installieren, um die Kontrolle über das Internet wiederzuerlangen und es so zu erleben, wie es sein sollte&#8220;</em> völlig anders verstehen als wir Benutzer. Die <a href="http://www.mobilegeeks.de/adblock-plus-undercover-einblicke-in-ein-mafioeses-werbenetzwerk/">ganze Geschichte gibts drüben bei mobilegeeks.de</a> &#8211; unter dem bezeichnenden Titel <a href="http://www.mobilegeeks.de/adblock-plus-undercover-einblicke-in-ein-mafioeses-werbenetzwerk/">&#8222;Adblock Plus Undercover â€“ Einblicke in ein mafioeses Werbenetzwerk&#8220;</a>.</p>
<p><strong>JEDER Benutzer des Werbeblockers <a href="http://www.mobilegeeks.de/adblock-plus-undercover-einblicke-in-ein-mafioeses-werbenetzwerk/">sollte das gelesen haben</a> &#8211; bitte weiterverbreiten!</strong></p>
<p>Da hab ich doch lieber einige Werbebanner, bevor ich solche Machenschaften unterstütze. Auf meinen Rechnern läuft kein AdBlock Plus mehr&#8230;</p>
<h3>Aber wie schaltet man dann die nervtötenden Werbeformen ab?</h3>
<p><em>Update 26.11.2013: Alternativen zu AdBlock Plus für Chrome, Firefox und Internet Explorer werden <a href="http://www.pc-magazin.de/ratgeber/adblock-plus-alternative-chrome-firefox-internet-explorer-werbung-blockieren-1546623.html">in diesem Artikel im PC Magazin beschrieben</a> (unten die Bildergalerie durchklicken)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Deutschland und die Terrorpanik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Nov 2010 13:03:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik]]></category>
		<category><![CDATA[deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[terror]]></category>
		<category><![CDATA[vorratsdatenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[warnung]]></category>
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					<description><![CDATA[Derzeit wird von Politik und Medien in Deutschland ganz heftig die Angst vor terroristischen Anschlägen geschürt. Sogar hier in Österreich wurde heute früh in den Privatradio-Nachrichten ausführlich darüber berichtet, dass sich in unserem Nachbarland die Menschen mittlerweile sogar vorm U-Bahn-Fahren fürchten. Und der ORF dreht seine Berichterstattung überhaupt in eine unschöne Richtung, die nicht mehr ... <a title="Deutschland und die Terrorpanik" class="read-more" href="https://www.weblog.co.at/deutschland-und-die-terrorpanik/" aria-label="Mehr Informationen über Deutschland und die Terrorpanik">weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Derzeit wird von Politik und Medien in Deutschland ganz heftig die Angst vor terroristischen Anschlägen geschürt. Sogar hier in Österreich wurde heute früh in den Privatradio-Nachrichten ausführlich darüber berichtet, dass sich in unserem Nachbarland die Menschen mittlerweile sogar vorm U-Bahn-Fahren fürchten. Und der ORF dreht seine Berichterstattung überhaupt in eine unschöne Richtung, die <a href="http://www.kobuk.at/2010/11/orf-terror-in-der-heilen-weihnachtswelt/">nicht mehr als journalistisch zu bezeichnen ist.</a><br />
Ich vermute, dass hinter der ganzen Panikmache der einfache Grund steht, dass Deutschland gravierende gesetzliche Eingriffe in die Freiheit seiner Bürger plant. Das will ich kurz begründen:<br />
Terror lebt vom Überraschungsmoment &#8211; kein Terrorist, der auf sich hält, würde einen Anschlag begehen, von dem alle potentiellen Opfer bereits wissen. Außerdem werden die Ziele der Glaubwürdigkeit halber an den angekündigten Tagen extrem gut bewacht sein. Das wissen aber sicher die warnenden Institutionen und Personen auch. Somit ist es eigentlich kontraproduktiv, über die Medien großangelegt die Bevölkerung zu warnen. Wenn tatsächlich konkrete  Hinweise auf Anschläge vorliegen würden, wäre es wohl schlauer, einfach die betreffenden Orte und Gebäude verschärft zu bewachen und die Terroristen gegebenenfalls schlicht zu verhaften. Man würde nicht groß zu verkünden, dass man über die Pläne informiert ist.<br />
Daher wird genau NIX passieren. Und warum wird offiziell nix passiert sein: weil man davor gewarnt hat, genau.<br />
Weitere Überlegung: Woher kommen die Informationen, aufgrund denen davon ausgegangen wird, dass an bestimmten Tagen bestimmte Ziele &#8222;dran&#8220; sind? Hat einer der Terroristenbosse seinen Filofax oder sein Smartphone mit den Terminen in der U-Bahn liegen lassen? Wenn ja: warum weiß man dann nicht, WER aller beteiligt ist und nimmt diese Personen nicht schon vorher in Gewahrsam? Man kann also davon ausgehen, dass die deutschen Behörden vorher nichts davon wissen, wenn in Deutschland Anschläge verübt werden sollen. Woher auch? Terroristische Organisationen senden selten Pressemitteilungen aus.<br />
Für mich (und wohl auch für viele andere denkende Menschen) hat die Vorgehensweise der deutschen Behörden einen ganz anderen Grund: Menschen die in Furcht leben, sind einfacher davon zu überzeugen, dass die Beschneidung ihrer Bürgerrechte und &#8222;mehr Kontrolle&#8220; nur zu ihrem Besten geschieht. Denn, so die Obrigkeits-Argumentation, <em>&#8222;wer nichts zu verbergen hat, der braucht sich ja davor nicht zu fürchten&#8220;</em>. Damit steht praktischerweise automatisch jeder, der dagegen auftritt, unter Generalverdacht.<br />
Prompt wurde letztens mein Verdacht bestätigt. Die <a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1071731">SZ berichtete</a>: <em>&#8222;Angesichts der Terrorbedrohung Deutschlands hat Unionsfraktionschef Volker Kauder die FDP erneut aufgefordert, sich nicht länger gegen die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung zu sperren.</em> Diese Regelung hatte ja der Bundesverfassungsgerichtshof im März dieses Jahres erst gekippt.<br />
Durchsichtige Taktik: ein halbes Jahr warten, Panik erzeugen, Neuregelung durchdrücken. Armes Deutschland.</p>
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		<title>BP hat ein neues Logo verdient</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 08:25:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Und deshalb wurden letztens auf thisblogrules.com einige Vorschläge dafür veröffentlicht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Und deshalb wurden letztens auf <a href="http://www.thisblogrules.com/2010/06/contest-opened-to-give-bp-logo-a-new-deserved-look.html">thisblogrules.com</a> einige Vorschläge dafür veröffentlicht.</p>
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		<title>Österreichs Züge haben Seilzugbremsen</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 08:22:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das will uns jedenfalls die Österreich-Qualitätszeitung einreden, die in einem Artikel zu einem Zugunglück entsprechend getextete Infoboxen dazu abdruckte. Die technischen Hintergrund-Infos werden immer öfter vom mopedfahrenden Praktikanten getippt, der noch nicht gelernt hat, dass Züge mit Druckluft gebremst werden, es sich also bestenfalls um einen Bremsschlauch gehandelt haben könnte und der Lokführer nicht an ... <a title="Österreichs Züge haben Seilzugbremsen" class="read-more" href="https://www.weblog.co.at/osterreichs-zuge-haben-seilzugbremsen/" aria-label="Mehr Informationen über Österreichs Züge haben Seilzugbremsen">weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://noemix.twoday.net/stories/6391177/">will uns jedenfalls die Österreich-Qualitätszeitung einreden</a>, die in einem Artikel zu einem Zugunglück entsprechend getextete Infoboxen dazu abdruckte. Die technischen Hintergrund-Infos werden immer öfter vom mopedfahrenden Praktikanten getippt, der noch nicht gelernt hat, dass Züge mit Druckluft gebremst werden, es sich also bestenfalls um einen Bremsschlauch gehandelt haben könnte und der Lokführer nicht an einem Seil ziehen muss, um sein Gefährt zum Stehen zu bringen.<br />
Egal &#8211; die Zielgruppe wirds nicht merken :-)</p>
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		<title>Wahlempfehlungen &#8211; wer braucht das?</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 08:11:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik]]></category>
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		<category><![CDATA[wahlempfehlung]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Sonntag-Kurier beklagte sich ein Journalist in einem Artikel darüber, daß BZÖ, ÖVP und Grüne ihre Wähler &#8222;alleine lassen&#8220; würden, weil von Seite dieser Parteien keine offizielle Wahlempfehlung für die Wahl des Bundespräsidenten abgegeben wurde. Ich frage mich allerdings: gibt es wirklich so unmündige Bürger, die auf eine Wahlempfehlung einer Partei warten? Machen Leute wirklich ... <a title="Wahlempfehlungen &#8211; wer braucht das?" class="read-more" href="https://www.weblog.co.at/wahlempfehlungen-wer-braucht-das/" aria-label="Mehr Informationen über Wahlempfehlungen &#8211; wer braucht das?">weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Sonntag-Kurier <a href="http://kurier.at/nachrichten/1991527.php">beklagte sich ein Journalist in einem Artikel</a> darüber, daß BZÖ, ÖVP und Grüne ihre Wähler <em>&#8222;alleine lassen&#8220;</em> würden, weil von Seite dieser Parteien keine offizielle Wahlempfehlung für die Wahl des Bundespräsidenten abgegeben wurde.<br />
Ich frage mich allerdings: gibt es wirklich so unmündige Bürger, die auf eine Wahlempfehlung einer Partei warten? Machen Leute wirklich ihr Kreuzerl deshalb bei einem er Kandidaten, weil es <em>&#8222;die Partei&#8220;</em> empfohlen hat? Müssen Wahlempfehlungen tatsächlich sein? Interessiert die Parteimeinung (formuliert vom Schafherden-Pressesprecher) irgendjemanden da draußen? Bitte klärt mich auf &#8211; bis heute hab ich meinen Glauben in die Intelligenz des Einzelnen noch nicht verloren. Könnte sich allerdings ändern&#8230;</p>
]]></content:encoded>
					
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