Checkliste für den sicheren Betrieb alter Röhrenradios

Wer alte Röhrenradios restauriert und wieder zum Leben erweckt – so wie ich – oder vielleicht selbst ein solches Schätzchen zu Hause stehen hat, muss sich im Klaren sein: Man hat es nicht mit moderner Elektronik zu tun, sondern mit 60, 70 oder sogar 80 Jahre alter Technik. Die Geräte sind prinzipiell robust, aber sie arbeiten mit (SEHR!) hohen Spannungen, werden recht warm und entsprechen natürlich nicht den heute gewohnten Sicherheitsstandards – ein übliches Röhrenradio würde nach heutigen Kriterien wohl keine Zulassung zum Verkauf bekommen!

Damit man ein restauriertes Röhrenradio trotzdem mit gutem Gefühl einschalten und genießen kann, sollten ein paar grundsätzliche Regeln beachtet werden. Aus diesem Grund habe ich eine kurze Sicherheits-Checkliste zusammengestellt, die man dem Radio beilegen oder direkt daneben aufbewahren kann. Sie richtet sich sowohl an diejenigen, die selbst restaurieren, als auch an alle, die ein altes, restauriertes Radio „geerbt“ oder geschenkt bekommen haben – und einen sicheren, möglichst gefahrlosen Betrieb sicherstellen möchten.

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Minerva Super Baby Hörstation

Am 9. März 2025 zum Tag der Wiener Bezirksmuseen präsentieren wir im Bezirksmuseum Neubau erstmals die neue Hörstation, die Besucher:innen in die Klangwelt der Nachkriegszeit entführt. In Anlehnung an das diesjährige Motto „Wien 1945–1955“ habe ich dafür ein historisches Minerva-Radio (ein „Super Baby“ aus dem Jahr 1952) zur Hörstation umgebaut, um die Geschichte der Firma Minerva und dieses speziellen Radiomodells in einer vierteiligen Radioreihe zu erzählen.

Hornyphon-Vintageradio

Fertig :-)

Schon das Einschalten ist ein Erlebnis: KLACK – mit weitem Tastenhub schaltet der Hauptschalter durch, die Skala ist hell und der Radio erwacht unter leisem Brummen langsam zum Leben. Wenn der Sender gut eingestellt ist, glimmt die Abstimmröhre in sattem Grün und bald darauf tönt mit unvergleichlichem Klang Musik aus dem Holzgehäuse.  Röhrenradios hab ich schon als Kind geliebt. Meine erste eigene Musikquelle in meinem Kinderzimmer war ebenso ein Röhrengerät, ein Hornyphon Attaché 60 von 1959, ein Erbstück einer verstorbenen Großtante. Einige Jahre beschallte das Gerät meine Kindheit und schlummert seit nunmehr gut 30 Jahren im Keller auf einem Regal.

Eigentlich schade drum – warum darf der alte Hornyphon nicht wieder Musik aus seiner Zeit abspielen und Freude bereiten? MP3? Vielleicht sogar Bluetooth? Beleuchtung? Das wäre doch ein wunderbares Projekt für den #34C3… :-)

Das Ergebnis sei vorweggenommen: er funktioniert, leuchtet, spielt Musik der 1950er und 60er und ist am #34C3 in Leipzig beim Assembly Aaaaaaaaaaaa zu besichtigen. Es hat etwa 50 Stunden gedauert, das Projekt zu vollenden. Sprecht mich an, fragt mich…ich freu mich!
Und wer ihn fürs Wohnzimmer haben will: macht mir ein sinnvolles Angebot :-)

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