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Meine Panoramafotos auf Google Maps wurden mittlerweile mehr als 3 Millionen Mal aufgerufen. Details drüben am Panorama-Weblog!

Am Barcamp in Linz 2013 durfte ich eine Session zum Thema “Panoramafotografie” halten, die ja seit Jahren eines meiner liebsten Hobbys ist. Wie versprochen nun hier eine kleine Linksammlung zu diesem Thema:

  • pano.egm.at – meine eigenen Panorama-Beispiele
  • PtGUI – meine bevorzugte Software fürs Stitchen der Bilder
  • Schnellanleitung für PtGUI
  • Pano2VR – für Nacharbeit der fertig gestitchten Bilder (z.B. Bodenbild retuschieren) und Ausgabe in verschiedenen Formaten
  • krpano – toller Viewer Flash & HTML5, allerdings Einarbeitungszeit nötig
  • 360cities.net – weltweite Panorama-Community, diese Panos kann man auch als Ebene in Google Earth einblenden (meine Profilseite dort)
  • Panorama Community – deutschsprachiges Panorama-Forum
  • Thaler Design – österr. Onlineshop für Pano-Ausrüstung (Panoramaköpfe, Rotatoren, Objektive…)

Meine Lieblingspanos (teilweise auch in der Session gezeigt):

Mehr Beispiele sowie Sammlungen (z.B. von Laufen hilft oder dem Autorevue Supertest) gibts auf meiner Pano-Seite unter Beispiele.

Aktuelle Ausrüstung, die ich für Panoramen verwende:

Bei Fragen – einfach melden!

Der Traum jedes Panoramafotografen: ganz alleine, ohne hunderte andere Besucher in der sixtinischen Kapelle stehen und ein vollsphärisches 360-Grad-Panorama fotografieren. Einer durfte das offenbar – und das Resultat ist von der offiziellen Vatikan-Website abrufbar und atemberaubend detailreich geworden. Mich frisst der Neid…
Ausser diesem Panorama finden sich noch einige weitere virtuelle Touren auf der Website: man kann die Archive des Vatikan durchwandern sowie die Kirche San Paolo und die Kirche Santa Maria Maggiore in jeweils mehreren Panoramen anschauen. Tolle Qualität, diese Panoramen sind wirklich Top.

Jeffrey Martin, ein passionierter Panoramafotograf und Gründer von 360cities.net hat einen Meilenstein der Panoramafotografie abgeliefert: das größte sphärische Panorama der Welt, aufgenommen von der Spitze des Zizkov-Fernsehturmes in Prag. Das zugrunde liegende Bild, das aus hunderten Einzelbildern zusammengesetzt wurde, ist 192.000 Pixel breit und 96.000 Pixel hoch. Das entspricht 18,4 Giga(!)pixel. Wenn man das Bild in üblicher Fotoauflösung drucken würde, wäre es 16 Meter breit und 8 Meter hoch.
Die Technik dahinter ist weniger spektakulär als zeitraubend: die Bilder wurden mit einer digitalen Spiegelreflexkamera (Canon 5d MkII) mit einem 70-200mm-Teleobjektiv geschossen, das fix auf 200 Millimeter Brennweite eingestellt wurde. Die Kamera wurde auf einem speziellen Stativ befestigt, das in präzisen Schritten die Kamera in alle Richtungen automatisch weiterbewegt. Insgesamt entstanden so mehr als 40 Gigabyte an Bildern. Diese Bilder wurden mit PTGui zu einem Panoramabild zusammengesetzt und danach in Photoshop weiterbearbeitet, wo Kontrast und Schärfe nachkorrigiert wurden. Vom Laden der RAW-Bilder in den PC bis zum fertig zusammengesetzten Panoramabild brauchte es eine Woche Arbeitszeit. Weitere 3 Wochen dauerten die Feinkorrekturen am Bild.
Als Hardware diente ein etwa 3 Jahre alter PC mit zwei 3-Ghz-Xeon-Prozessoren und 8GB Hauptspeicher. Dieser war eindeutig an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit. Zitat am Blog von 360cities:

“After a week of frustration, I also bought an SSD, which helped to speed up some tasks a bit. If I will make this image again, I will buy a new computer.”

Das fertige Bild ist als 120 Gigabyte großes PSB-File gespeichert, ein spezielles Photoshop-Format für sehr große Bilder. Als TIFF oder JPG ist eine Speicherung nicht möglich – dafür sind diese Datenformate nicht ausgelegt. Für die Online-Version wurde das Bild in “etliche hunderttausend” JPG-Kacheln zerschnitten, die insgesamt etwa 1 Gigabyte Webspace benötigen und von denen nur die geladen werden, die für den aktuell betrachteten Bildausschnitt nötig sind.

Gestern nacht fuhr der letzte Zug in den Wiener Südbahnhof ein – damit geht eine Ära zu Ende. Seit heute ist der 1961 erbaute Bahnhof geschlossen, im Jänner 2010 wird er abgerissen und an seiner Stelle der neue Hauptbahnhof errichtet. suedbahnhof001Für drei Generationen von Menschen war die gewaltige Bahnhofshalle Start- und Zielpunkt so mancher Urlaubsreise, Ort des Abschieds und des Wiedersehens. In den letzten Jahren war zu merken, dass die ÖBB offenbar keinen Cent mehr dort investieren wollte, denn einen abgefuckteren und verkommeneren Bahnhof hab ich selten gesehen. Wie sehr der Südbahnhof den Wienern trotzdem ans Herz gewachsen ist, konnte man in den letzten paar Tagen beobachten: es waren eine Menge an Hobbyfotografen und Eisenbahnfans am Gelände unterwegs, um ein letztes Mal “ihren” Südbahnhof auf Fotos zu verewigen. Heute ist der erste Tag, an dem die Türen des Gebäudes verschlossen bleiben. Wer die Gelegenheit verpasst hat, Abschied zu nehmen: hier bei mir gibts eine Fotostrecke und vier Panoramabilder, die ich am vorletzten Betriebstag gemacht habe. Viel Spaß!
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Selten aber doch: manchmal führen mich Kundentermine auch nach Westösterreich. So hatte ich gestern in Vertretung eines Geschäftspartners eine kurze Präsentation im Hotel Servus Europa am Grenzübergang Walserberg zu halten. Das Hotel liegt direkt neben der Autobahn und ist auf den ersten Blick zwar durchaus gepflegt, wirkt aber unspektakulär. Im Zuge des Meetings gab es auch eine Kaffeepause am Dachgarten – der ist allerdings wirklich sensationell und bietet einen tollen Ausblick (laut Website auf Gaisberg und die Festung Hohensalzburg). Leider hatte ich mein Equipment für Panoramafotos nicht mit, trotzdem habe ich versucht, mit der Canon A620 ein Teilpanorama aus der Hand zu fotografieren. Und das ist zwar nicht optimal, aber durchaus herzeigbar geworden: Dachgarten Hotel Servus Europa Walserberg.
Noch mehr Panoramen gibts bei den Beispielen.
Gestern kam ich jedenfalls auf insgesamt 780 km im Auto und ein fast komplettes Hörbuch (Simon Beckett “Die Chemie des Todes”). Schön wars.