Wahrscheinlichkeitsrechnung lernt man ja in der Schule. Die Konsequenzen und Schlüsse daraus widersprechen allerdings massiv unserem “Bauchgefühl”, insbesondere das Gesetz der großen Zahlen.

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Vom 27.12. bis 30.12.2018 war ich in Leipzig am 35. Chaos Communication Congress, kurz #35C3 – für viele Teilnehmer “endlich 4 Tage unter normalen Menschen”. Angeblich waren 17.000 Teilnehmer dort, was das Event für mich nervlich sehr anstrengend gemacht hat – das waren schon deutlich ZU viele Menschen für 4 Tage. Ich hatte wieder meinen Hornyphon Vintageradio als Dekoration für das C3 Train Operation Center dabei, der wieder ein beliebtes Fotomotiv war.

Hier mein übliches Fotoset vom Kongress – Lizenzierung CC-BY-SA, die Bilder sind also kostenfrei mit Namensnennung und Weitergabe unter den gleichen Bedingungen einsetzbar: Weiterlesen

Vom 27.12. bis 30.12.2016 fand in Hamburg der 33. Chaos Communication Congress, kurz #33C3 statt – für viele Teilnehmer “endlich 4 Tage unter normalen Menschen” ;-)
Hier meine Fotos vom Event: Weiterlesen

1995 mit dem VW Golf vom ÖAMTC in SeyringDa mein Vater während meiner Kindheit ständig an irgendwelchen alten Autos (meist den eigenen) geschraubt hat, habe ich Kolben, Motoren, Fahrwerke, Benzin und Öl bereits von Kindesbeinen an geliebt. Folgerichtig habe ich mich für eine HTL-Ausbildung am TGM im Fachbereich Maschinenbau / KFZ-Technik entschlossen und hatte danach auch in diesem Bereich die ersten Jobs (unter anderem 4 Jahre beim ÖAMTC als Prüfer & Pannenfahrer). Im Jahr 1997 war ich auf der Suche nach neuen Herausforderungen und hatte damals eine grandiose Idee: ich wollte als Motorjournalist zu arbeiten, denn leiwande Autos fahren & drüber schreiben erschien mir eine gute Sache zu sein (und erscheint es mir heute noch, wenn ich drüber nachdenke). Also verfasste ich einen Text über den Job, den ich bis zum damaligen Zeitpunkt am liebsten gehabt hatte: übers Pannenfahren. Damit habe ich mich damals bei verschiedenen österreichischen Zeitschriften (u.a. bei Alles Auto und der Autorevue) beworben – und dabei ist es leider auch geblieben, denn eingestellt wurde ich bekanntlich nicht. 

Ein Jahr danach habe ich mich als Grafiker & Webdesigner selbständig gemacht und dabei ist es jobtechnisch bis heute geblieben. Mein Herz schlägt dennoch weiterhin für schnelles Blech & starke Motoren. Beim Aussortieren alter Backup CDs(!) ist mir mein Text von 1997 wieder in die Hände gefallen:

Menschen in Bewegung:

DER NOTARZT DER BENZINBRÜDER

Der Morgen graut über Wien. Ein Mann in festem Schuhwerk marschiert die Garageneinfahrt nach unten, sperrt sein Auto, einen simplen Subaru Justy, auf, wirft seinen Aktenkoffer, prall gefüllt mit Informationsbroschüren und Formularen auf den Beifahrersitz, den einzig möglichen Platz dafür, und nimmt hinter dem Lenkrad Platz. Das Funkgerät und den Radio einschalten, die Garage verlassen. Das Werkzeug hinten im Auto scheppert fürchterlich, als der gelbe Subaru über die obere Kante der Garageneinfahrt ins beginnende Tageslicht hinausfährt. Als sich das Datenfunkgerät außerhalb der Garage, begleitet von einem unangenehmen Doppelton, ins Netz einklinkt, beginnt der tägliche Dienst auf Wiens Straßen.

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Robbie WIlliams Konzert KrieauSeit November 2012 hatte ich die Karten im Büro an der Pinnwand hängen und hab mich ziemlich drauf gefreut. Ich habe deshalb sogar die Teilnahme an einem zeitgleich stattfindenden Segeltörn abgesagt, zu dem ich eingeladen worden wäre. Gestern abend war es endlich soweit: Robbie Williams bespielte in der Krieau eine gigantische Bühne, angeblich waren etwa 65.000 Fans vor Ort. Über das Konzert selbst schrieb z.b. Georg Leyrer beim Kurier ohnehin genug – ich will hier einige Beobachtungen teilen, die ich im Laufe des Abends gemacht habe: Weiterlesen

Die beliebte Browsererweiterung AdBlock Plus sorgt dafür, dass lästige Werbung im Browser ausgeblendet wird. Das Tool wurde bereits über 200 Millionen mal heruntergeladen und von mehr als 25 Millionen Benutzern täglich benutzt. Es sieht aber ganz danach aus, als würde man dort den eigenen Slogan “Jetzt Adblock Plus installieren, um die Kontrolle über das Internet wiederzuerlangen und es so zu erleben, wie es sein sollte” völlig anders verstehen als wir Benutzer. Die ganze Geschichte gibts drüben bei mobilegeeks.de – unter dem bezeichnenden Titel “Adblock Plus Undercover – Einblicke in ein mafioeses Werbenetzwerk”.

JEDER Benutzer des Werbeblockers sollte das gelesen haben – bitte weiterverbreiten!

Da hab ich doch lieber einige Werbebanner, bevor ich solche Machenschaften unterstütze. Auf meinen Rechnern läuft kein AdBlock Plus mehr…

Aber wie schaltet man dann die nervtötenden Werbeformen ab?

Update 26.11.2013: Alternativen zu AdBlock Plus für Chrome, Firefox und Internet Explorer werden in diesem Artikel im PC Magazin beschrieben (unten die Bildergalerie durchklicken)

 

Derzeit wird von Politik und Medien in Deutschland ganz heftig die Angst vor terroristischen Anschlägen geschürt. Sogar hier in Österreich wurde heute früh in den Privatradio-Nachrichten ausführlich darüber berichtet, dass sich in unserem Nachbarland die Menschen mittlerweile sogar vorm U-Bahn-Fahren fürchten. Und der ORF dreht seine Berichterstattung überhaupt in eine unschöne Richtung, die nicht mehr als journalistisch zu bezeichnen ist.
Ich vermute, dass hinter der ganzen Panikmache der einfache Grund steht, dass Deutschland gravierende gesetzliche Eingriffe in die Freiheit seiner Bürger plant. Das will ich kurz begründen:
Terror lebt vom Überraschungsmoment – kein Terrorist, der auf sich hält, würde einen Anschlag begehen, von dem alle potentiellen Opfer bereits wissen. Außerdem werden die Ziele der Glaubwürdigkeit halber an den angekündigten Tagen extrem gut bewacht sein. Das wissen aber sicher die warnenden Institutionen und Personen auch. Somit ist es eigentlich kontraproduktiv, über die Medien großangelegt die Bevölkerung zu warnen. Wenn tatsächlich konkrete Hinweise auf Anschläge vorliegen würden, wäre es wohl schlauer, einfach die betreffenden Orte und Gebäude verschärft zu bewachen und die Terroristen gegebenenfalls schlicht zu verhaften. Man würde nicht groß zu verkünden, dass man über die Pläne informiert ist.
Daher wird genau NIX passieren. Und warum wird offiziell nix passiert sein: weil man davor gewarnt hat, genau.
Weitere Überlegung: Woher kommen die Informationen, aufgrund denen davon ausgegangen wird, dass an bestimmten Tagen bestimmte Ziele “dran” sind? Hat einer der Terroristenbosse seinen Filofax oder sein Smartphone mit den Terminen in der U-Bahn liegen lassen? Wenn ja: warum weiß man dann nicht, WER aller beteiligt ist und nimmt diese Personen nicht schon vorher in Gewahrsam? Man kann also davon ausgehen, dass die deutschen Behörden vorher nichts davon wissen, wenn in Deutschland Anschläge verübt werden sollen. Woher auch? Terroristische Organisationen senden selten Pressemitteilungen aus.
Für mich (und wohl auch für viele andere denkende Menschen) hat die Vorgehensweise der deutschen Behörden einen ganz anderen Grund: Menschen die in Furcht leben, sind einfacher davon zu überzeugen, dass die Beschneidung ihrer Bürgerrechte und “mehr Kontrolle” nur zu ihrem Besten geschieht. Denn, so die Obrigkeits-Argumentation, “wer nichts zu verbergen hat, der braucht sich ja davor nicht zu fürchten”. Damit steht praktischerweise automatisch jeder, der dagegen auftritt, unter Generalverdacht.
Prompt wurde letztens mein Verdacht bestätigt. Die SZ berichtete: “Angesichts der Terrorbedrohung Deutschlands hat Unionsfraktionschef Volker Kauder die FDP erneut aufgefordert, sich nicht länger gegen die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung zu sperren. Diese Regelung hatte ja der Bundesverfassungsgerichtshof im März dieses Jahres erst gekippt.
Durchsichtige Taktik: ein halbes Jahr warten, Panik erzeugen, Neuregelung durchdrücken. Armes Deutschland.

Das will uns jedenfalls die Österreich-Qualitätszeitung einreden, die in einem Artikel zu einem Zugunglück entsprechend getextete Infoboxen dazu abdruckte. Die technischen Hintergrund-Infos werden immer öfter vom mopedfahrenden Praktikanten getippt, der noch nicht gelernt hat, dass Züge mit Druckluft gebremst werden, es sich also bestenfalls um einen Bremsschlauch gehandelt haben könnte und der Lokführer nicht an einem Seil ziehen muss, um sein Gefährt zum Stehen zu bringen.
Egal – die Zielgruppe wirds nicht merken :-)

Im Sonntag-Kurier beklagte sich ein Journalist in einem Artikel darüber, daß BZÖ, ÖVP und Grüne ihre Wähler “alleine lassen” würden, weil von Seite dieser Parteien keine offizielle Wahlempfehlung für die Wahl des Bundespräsidenten abgegeben wurde.
Ich frage mich allerdings: gibt es wirklich so unmündige Bürger, die auf eine Wahlempfehlung einer Partei warten? Machen Leute wirklich ihr Kreuzerl deshalb bei einem er Kandidaten, weil es “die Partei” empfohlen hat? Müssen Wahlempfehlungen tatsächlich sein? Interessiert die Parteimeinung (formuliert vom Schafherden-Pressesprecher) irgendjemanden da draußen? Bitte klärt mich auf – bis heute hab ich meinen Glauben in die Intelligenz des Einzelnen noch nicht verloren. Könnte sich allerdings ändern…