Der vorweihnachtliche Stress

hat auch unser Büro wider Erwarten erreicht und wir haben gottseidank jede Menge zu tun. Etwa unseren Adventkalender fertigstellen – schaut irgendwie nicht so gut aus, wenn das Teil erst nach dem 1. Dezember fertig geworden wäre. Aber jetzt finde ich wieder ein wenig mehr Zeit, um zu bloggen:

Gestern flatterte mir wieder einmal der Dr.Web – Newsletter ins Haus. Und auch Dr.Web hat offenbar die Weblogs entdeckt:

07) Die eigene Homepage – out?

Irgendwie muesste es ja so kommen. Homepages sind haesslich, meist ueberladen und sagen fast nie was aus. Daran aendern auch die wenige interessanten Exemplare nichts, die man mit Glueck mal auf den Monitor bekommt.

Aufklaerung hat noch nie das erreichen koennen, was die Mode locker in beachtlich kurzen Zeitabstaenden schafft. Homepages sind out. Wer etwas zu sagen hat kreiert ein Weblog. Ueber Weblogs hat der DWN schon berichtet (Blogger dir einen! DWN 63) die Sache zieht nun groessere Kreise. Weblogs sind Tagebuecher und die bestehen nunmal aus mehr oder weniger eigenen Gedanken. Sie sind persoenlicher als es die Homepage je war. Homepages sind aufdringlich, meist laut und schlecht gestaltet. Ein Ego-Ding, das die Mode jetzt hingewegwischt, endlich. Weblogs sehen ganz anders aus, sie bestehen (oft) nur aus einer einzigen Seite, was dem mitteilungsfreudigen Webmaster von jeder Menge Stress befreit. Man schreibt hinein, was man selbst beobachtet und erlebt hat, dazu kommen Gedanken, Tagtraeume, Wuensche oder interessante Schnipsel, die man irgendwo gefunden hat.

Ein Weblog ist persoenlicher und vor allem origineller als es eine durchschnittliche Homepage je war. Und ein Weblog ist bescheidener, sein Schreiber weiss, dass er auf diese Weise nie ein millionenschweres Projekt erarbeiten kann, wovon Homepagebastler augenscheinlich haeufiger traeumen. Und schoener sind sie. Wer sich auf Wesentliches konzentriert, gewinnt ganz neue Moeglichkeiten. Dem Netz wird es gut tun. (sl)

Beispiele gefaellig:

http://www.uni-jena.de/~j6scjr/weblog/
http://www.hinterding.com/
http://zirbel.editthispage.com/
http://www.artur.de/

Gratulation Zirbel & Co., ich denke das wird jede Menge Hits in den nächsten Tagen ergeben. Der Newsletter geht immerhin an etwa 39.500 Abonnenten… :-)

Wie immer waren auch frische Surftips dabei. Eine Page, die mir besonders gefiel, war diese, auf der ein Photoshop-Künstler sich ausgetobt hat. Bilder, Infos, Winamp-Skins, Tutorials und ein feines Forum – eine Fundgrube.

Auch eine sehr nette Seite ist die Designlounge, mit Tips & Tricks, Workshops, Tools uvm. fürs Webdesign.

Nun zu etwas ganz anderem:

In Deutschland wurde ja erst letztens HP zu einer Zwangsabgabe an die GEMA auf jeden verkauften CD-Brenner verurteilt. Von wegen Urheberrecht.
In Österreich erlaubt die Gesetzeslage jedoch nur Urheberrechtsabgaben auf Ton- und Datenträger, nicht jedoch auf die zugehörigen Geräte. Nun ist der dafür zuständige Verein in Österreich, die Austro Mechana, wild entschlossen, eine Urheberrechtsabgabe auf Festplatten (!) durchzuboxen.

‚Die AM vertritt den Standpunkt, dass die Festplatte eindeutig als Datenträger einzuordnen und nicht Teil des Geräts also des PCs ist.‘

In welcher Realität lebt die AM? Seit 286er-Zeiten ist die Festplatte eindeutig ein Teil des PC…
Die grosse Frage für uns User lautet allerdings: was dürfen wir dann? MP3s erstellen und speichern? Spiele kopieren und diese dann auch offiziell verwenden? Wohl kaum. Dafür werden Festplatten um den Urheberrechtsbetrag teurer werden. Also gehts wieder einmal nur darum, mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel an Einnahmen zu lukrieren. Danke, Austro Mechana…

Ernst Michalek
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